Freitag, 22. November 2019

1883-1950

Vorgeschichte der Feuerwehr Süchteln:

 

1465

Bruderschaft der heiligen Agatha in Süchteln, der Schützerin gegen Feuergefahr.

1677

Am 22. Juli schlug ein Blitz in die Scheune des Mostertzhof (jetzt Hochstr.79) ein und setzte in wenigen Augenblicken den ganzen Hof in Flammen. Starker Wind trieb die Funken in die Strohdächer der Nachbarhäuser. Das Feuer wütete mehrere Tage und vernichtete zwischen der heutigen Hoch-, Kuckuck- und Gebrandstraße 40 Häuser, Scheunen und Stallungen.

1726

1 kupferne Brandspritze, gebaut von Meister Heinrich Kessels aus Kempen

1840

Erlass einer Feuerlöschordnung für die Stadt Süchteln durch Bürgermeister Höges und dem Brandrat, bestehend aus Beigeordneten, Stadträten und 13 alteingesessenen Bürgern. Ihnen zur Seite steht der Brandmeister. Er ist der Gerätewart und gleichzeitig Strahlrohrführer.

               

Ausrüstung:        2 Feuerspritzen in der Stadt und 5 weitere in den Sektionen, zu jeder Spritze 15 lederne Eimer, 3                                   Brandhaken, 4 Leitern und sonstigem Gerät

 

1852

Dritte Feuerspritze und Brand des Turmes der Pfarrkirche.

1857

Neue Feuerlöschordnung durch Bürgermeister Bovier. Es gibt 3 Abteilungen bestehend aus Spritzen-, Handwerker- und Sicherheitsabteilung.

1862 

Turmbrand der Pfarrkirche durch Blitzschlag.

In den folgenden Jahren baute der Personalbestand soweit ab, dass die Feuerwehr nur noch auf dem Papier existierte.

 

 

 

Die Feuerwehr Süchteln:

1883

Am 11.März gründet Bürgermeister Odenthal den 113 Mann starken (8 Ehrenmitglieder) Löschzug I Stadt der freiwilligen Feuerwehr Süchteln. Wehrführer wird Eugen Dupont.

1888

Der Löschzug II Sittard wird im November gegründet. Das Gerätehaus befindet sich auf der Rahserstr. heute Rheinstr.

1891

Im Juli wird der Löschzug III Vorst gegründet.

1897

Beim ersten fotografisch festgehaltenen Feuer brennt das Gebäude links der Pfarrkirche  gegenüber dem alten Rathaus nieder. Bereich der heutigen Bücherei.

1903

Neuer Wehrführer wird Ludwig Küppers.

1904

Neuer Wehrführer wird Johann Thelen.

1906

Der Löschzug IV Hagenbroich wird am 10. September gegründet. Erster Löschzugführer wird Martin Nisters.

1909

wird unter Branddirektor Johann Thelen von der Landesregierung in Düsseldorf eine neue Satzung für die Feuerwehr Süchteln erlassen. Zu dieser Zeit besitzt die Feuerwehr neben Löscheimern, Schläuchen, Leitern, Geräte- und Wasserwagen auch 5 mit Pferden bespannte Handdruckspritzen, wie die der Fa. Beduwe aus Aachen, sie kann sowohl saugen als auch gleichzeitig löschen. Um diese zu Nutzen benötigte man 8 Mann und 8 Mann Reserve.

Diese Spritze wird 1976 restauriert und steht seitdem im Gerätehaus Süchteln.

1910

Das Wassernetz in Süchteln und Vorst wird ausgebaut was das löschen wesentlich erleichtert. Deshalb wird in diesem Jahr dem LZ IV Hagenbroich eine solche Spritze als Ersatz für eine defekte zur Verfügung gestellt.

1913

Am 6. April wird die erste fahrbare Leiter mit 12m Länge in Betrieb genommen und bleibt gut 50 Jahre in Dienst.

1923

Der Löschzug V Dornbusch wird am 23. November gegründet. Löschzugführer wird Peter Wilbers bis zum Jahr 1939.

Am 02. Juni wird ein Ehrenmal auf dem Friedhof für die verstorbenen und gefallenen Kameraden aufgestellt. Im Zuge der Umgestaltung des Ehrenfriedhofs verschwindet diese Tafel und wird zur Einweihung der neuen Wache wieder enthüllt.

1924

In Süchteln werden der Kreisverbandstag und ein Feuerwehrfest mit Schauübungen für die Bevölkerung abgehalten.

1931

wird das erste motorisierte Löschfahrzeug mit Vollgummibereifung von Mercedes und ein Tragkraftspritzenanhänger (TSA) in Dienst gestellt.

1932

findet eine Übung gemeinsam mit dem DRK bei der Firma Chr. Andreae statt.

1934

Neuer Wehrführer wird Heinrich Neumann der anschließend von 1937 bis 1952 Kreisbrandmeister wird.

1936

nimmt die Feuerwehr Süchteln an einem Feuerwehrfest in Bracht teil.

1937

Sebastian Kreppel wird Wehrführer. Die Wehr hat 118 aktive Mitglieder.

1938/1939

Die Feuerwehr Süchteln hat 134 aktive Mitglieder und 26 Mitglieder in der Altersabteilung.

Der Löschzug VI Der Feuerwehr Süchteln wird mit 28 Feuerwehrmännern in der Anstalt gegründet. Außer in den Jahresberichten, dort jedoch nicht namentlich genannt, spielt diese Einheit keine weitere Rolle oder wird jemals wieder erwähnt. Vermutlich handelt es sich um die dortige Brandschutzgruppe.

Es werden eine Kübelspritze, ein Übergangsstück und ein "Mercedes-Wagen" angeschafft.

Am Provinzial Verbandstag in Köln beteiligt man sich mit ca.40 Kameraden. Ebenso nimmt man am Kreisverbandstag in Rheydt teil.

Die Einsätze tendieren mit 2 Feuern und 4 Wassereinsätzen gegen 0.

1939-1945

In den Kriegsjahren ist der Fahrzeugbestand unbeständig. Der LZ I besitzt ein LLF (leichtes Löschgruppenfahrzeug) mit TSA. Es werden Einsätze bis nach Köln, Bonn und das Ruhrgebiet gefahren um die dortigen Feuerwehren zu unterstützen.

1941

Das LF wird an den Löschzug IV abgegeben.

1945

Neuer Wehrführer wird Andreas Thelen, der Musikcorps der Feuerwehr Süchteln löst sich auf. Nach Kriegsende werden alle Süchtelner Gerätehäuser, bis auf das GH Hagenbroich, von der Besatzungsmacht geplündert. Aus der Not heraus bekommt man einen umgebauten Funkwagen der ehemaligen Wehrmacht mit einer TS der bis 1947 im Einsatz ist.

1946

hat das Löschfahrzeug des LZ IV einen Motorschaden und wird ausgemustert. Der LZ Hagenbroich hilft  dem LZ I mit Fangleinen und sonstigen Geräten aus. Der neu gegründeten Polizeieinheit muss man 8 Uniformen übergeben.

1947

Sebastian Kreppel wird am 28.April erneut Wehrführer.

Von der Berufsfeuerwehr Duisburg wird am 26. Juli ein LF25 übernommen und bleibt bis 1954 in Dienst.

Kaum ist dieses in Süchteln eingetroffen, muss man die Feuerwehr Anrath beim Brand der Firma Krebs unterstützen.

Am 29. April wird die Feuerwehr Süchteln zu einem Brand des Braunkohletagebaus in Neurath alarmiert. Die 6 eingesetzten Feuerwehrmänner leisten mit Pausen insgesamt 333 Std.

Ebenfalls wird man bei einem nicht näher betitelten Waldbrand Flughafen Kaldenkirchen, 25.Juni, eingesetzt.

Mehrfach rückt man zu Waldbränden nach Bracht aus.

1948

Am 16. Juni verstirbt plötzlich Sebastian Kreppel. Franz Schröer übernimmt darauf den Posten bis 1966.

Kurz nach dem Krieg hat die Feuerwehr noch 99 aktive Mitglieder.

Bei einem Feueralarm am 20. Februar springt des LF25 nicht an und muss angeschleppt werden. Dank des beherzten eingreifen der Belegschaft der Pektinwerke hat dieses aber keine Folgen. Nach der Rückkehr meldet ein Junge den Brand eines Schuppens auf der Klemensstr. Auch dieses Feuer wird rasch gelöscht.

Am 25. August brennt die berühmte Irmgardislinde neben der Irmgardiskapelle. Da das LF der Süchtelner Wehr nicht anspringt wird die Feuerwehr Dülken alarmiert.

1949

Die Löschgruppe Vorst erhält eine Motorspritze TS8. Der LG Hagenbroich wird ein PKW zum Transport der Mannschaft und der Motorspritze von der Stadt Süchteln zur Verfügung gestellt.

Es kommt zu 10 Alarmierungen der Wehr.

Erstmals wird über den Umbau des Gerätehauses Ostwall gesprochen, da der Bau für das LF25 zu klein ist.

1950

Am 20. Dezember gibt Rudolf Heitzer nach 16 Jahren die Führung des Löschzuges IV an Arnold Schönkes ab. Heitzer bleibt aber stellvertretender Wehrführer.

Mitgliederbestand:   

                               LG 1 Stadt:                25

                                      LG 2 Sittard:              18

                               LG 3 Vorst:                12

                                      LG 4 Hagenbroich:      24

                                      LG 5 Dornbusch:        18

                                  Gesamt:                        97

Das stark reparaturbedürftige Gerätehaus Sittard wird durch das anmieten eines neuen Gebäudes der Witwe Karl Dammer ersetzt.

Es findet ein Kreisverbandsfest in Vorst (Kirmesvorst) statt.

Donnerstag, den 16. März, kommt es zu einem Feuer bei der Papier & Pappe AG. Ca. 8000 Tonnen Stroh stehen in Flammen. Es kommen Feuerwehren aus Süchteln und der umgebenden Städten und Gemeinden, der BF Krefeld,  BF Düsseldorf, BF Mönchengladbach und der WF Henkel, Düsseldorf zum Einsatz. Einsatzende ist am 18. März.

Insgesamt kommt es vom 01.Januar 1949- 31.März 1950 zu 11 Einsätzen.

 

 

 

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